zurück Lichtmaschine wickeln


Hier findet ihr eine Anleitung, wie man den Stator einer Lichtmaschine neu wickelt.

Die Lichtmaschine stammte von einer Yamaha 1100 Virago, dürfte aber im Prinzip mit der WildStar Lichtmaschine identisch sein.

Der Stator ( ST ) wurde von mir selbst neu gewickelt.

Zuerst wird der ST in einen Schraubstock eingespannt.
Dann wird die erste Wicklung abgewickelt.
Anzahl der Wicklungen und die Richtung der Wicklung vermerken.
In eine Skizze eingetragen. Der Stator besteht aus drei Drähten, die jeweils linksherum um den 3ten Anker gewickelt sind. Draht 1 z. Bsp. um Anker 1, 4, 7, 10, 13, 16. Draht 2 um Anker 2, 5, 8, 11, 14, 17. Draht 3 um Anker 3, 6, 9, 12, 15, 18. 
Wenn die Wicklungen klar stehen, kann mit dem abwickeln begonnen werden. Nach dem abwickeln besorgt man sich bei einem Betrieb für Elektromotoren den speziellen Draht. Muster mitnehmen und Länge abschätzen.
Die Drähte sitzen ziemlich fest.
Der Klarlack hält bombenfest.
Und ergibt eine ganz schöne Sauerei.
Der Stator komplett abgewickelt und gereinigt ( Klarlack entfernt ).
Die scharfen Kanten mit einer Dremel Maschine abgerundet.
Als Ersatz für den Klarlack habe ich Hitzefesten Zweikomponenten Bremssattellack von Folia Tec genommen.
Dieser wird jetzt auf die Innenseiten aufgetragen um gegen durchschlagen zu schützen.
So sieht das dann aus.
Dann kann mit der ersten Wicklung begonnen werden. Dazu den Stator in die Hand nehmen ! Das Ende des ersten Drahtes sichern. Dann linksherum mit 25 Wicklungen um den Anker 1 wickeln.
Der Draht muß beim Wickeln stark angespannt werden damit er auf die Anker paßt.
Die Drähte werden immer auf der selben Seite weitergeführt. Nach dem Anker 1 kommt Anker 4 dran.
Die Anker werden mit Nummern versehen, das erleichtert das Wickeln. Die einzelnen Wicklungen habe ich mit Tesaband gesichert damit sie nicht wieder locker werden.
Die Drahtrolle von der abgewickelt wird, wird an einer Stelle mit einem Kabelbinder umwickelt und muß immer liegenbleiben, damit er sich nicht verdreht !! Der Kabelbinder wir dann immer wieder nachgeschoben, damit man ein Stück Draht zum wickeln hat. Das ist Wichtig, da sich sonst der Vorrat total verdreht.
 Am Pflaster erkennt man, wie schwer es geht, den Draht unter Zug zu wickeln
Um so einen Stator von Hand zu wickeln darf man keine zwei Linken Hände haben, sonst hat man schon verloren :-(
Zwei Drähte sind fertig. Deutlich sind die letzten 3 freien Anker für den 3. Draht zu sehen.
Fertig gewickelt. Jetzt werden die einen 3 Enden ( 1, 2, 3 ) der 3 Drähte miteinander verbunden. Die anderen 3 Enden werden zum Regler geführt.
Nochmals auf Durchgang und Kurzschluß kontrollieren.
So sieht der "Arbeitsplatz" aus.
Die Drähte sind angeschloßen und mit Hitzefestem Schlauch gesichert.
Jetzt wird die ganze Wicklung zum Schutz vor Hitze und Öl mit dem Bremssattellack angestrichen. Dazu habe ich drei Schrauben als Abstandshalter eingesetzt.
Beide Seiten einstreichen. Nur soviel Lack anrühren wie benötigt wird, er härtet aus und der Rest kann dann nicht mehr verwendet werden.
Wenn der Lack ausgehärtet ist, die außenliegenden Flächen mit der Dremel sauber abschleifen. Hier dreht sich später der Rotor drüber.
Das Wickeln eines Stators wie hier beschrieben erfordert einiges an Können und Gedult. Ich empfehle jedem sich wenn möglich einen fertig gewickelten Rotor bei ebay oder wo anders zu besorgen. Der Aufwand lohnt sich wirklich nur bei Statoren, die nicht mehr zu haben sind.

Für mich war es einfach eine Herausforderung, die geklappt hat ;-))

Das Bike läuft heute noch einwandfrei mit dem reparierten Stator.

euer  Joachim

Endergebniss : Eine neu gewickelte Lichtmaschine ( Rotor ).

 
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