zurück Tips - Riemenquietschen

Tip von Ingo :
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Für das Riemen-Quietschen gibt es mehrere Ursachen: 

1. Riemenspannung ist zu gering
Bei jedem Lastwechsel, also immer beim Wechsel vom Antrieb auf Schubbetrieb durch plötzliches Gaswegnehmen ertönt ein deutliches "Tschip" 
Abhilfe: Riemenspannung optimieren! (siehe auch unter 3.) 

2. Verschmutzter Riemen und Pulley
Nach längerer Regenfahrt kann sich der im Wasser gelöste Straßenstaub auf den Zähnen des Riemens und der Pulleys ablegen und wird da sogar noch verdichtet und man dann wieder im Trockenen fährt gibt es noch längere Zeit dieses hässliche Geräusch, ein ständiges, lästiges Quietschen, das klingt als wenn man eine alte, ungeschmierte Schubkarre bewegt und das sich besonders peinlich bemerkbar macht, wenn man langsam ausrollt... (vor der "Eisdiele") 
Abhilfe: Gründliches Reinigen Zahn für Zahn am Riemen und Pulley mit warmen Wasser und einer Bürste, um diesen verdichteten Schmutz vom Riemen und Pulley-Oberfläche abzuwaschen! 

3. Die Steckachse ist nicht sauber ausgerichtet (Riemenspanner)
Der Riemen läuft hart an einen Pulley-Rand und verursacht dort ein Reibgeräusch, wenn er vom Radius wieder in die Gerade übergeht. 
Abhilfe: Mit Hilfe der Riemenspanner die Achse so lange justieren, bis der Riemen wieder einigermaßen in der Mitte läuft oder zum anderen Rand läuft - dann wieder ein Stück zurück - bis es passt. Das ist zugegebenermaßen eine scheiß Fummelei, denn jedesmal, wenn man dann die Steckachsen-Mutter festzieht, läuft der Riemen wieder zur Seite, also wieder aufmachen, nachjustieren u.s.w., aber der Riemen dankt es euch mit einer hohen Lebensdauer, so habe ich immer noch den ersten Riemen drauf mit 115.000 km und er sieht immer noch aus wie neu... 

Hab hier schon mal die wildesten Verfahren gelesen, das Hinterrad in Flucht mit dem Vorderrad einzustellen, was sich meiner Meinung nach aber sowieso ergibt, wenn der Riemen sauber Mittig läuft denn darauf kommt es ja hauptsächlich an! 

Auch irgendwelche Sprays oder Puder anzuwenden halte ich nicht für zielführend, denn es besteht die Gefahr, dass sich der Straßenschmutz damit erst richtig verbacken kann und man bringt diese Kruste gar nicht mehr los...

Gruß,  Ingo

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Tip von Detlef :
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Beim Lastwechsel hört man oftmals ein kurzzeitiges Quietschen, welches von den Führungsrollen des Zahnriemens verursacht wird. 
Der Belt hängt dann kuzzeitig durch und versetzt die Führungsrollen in Höchstdrehzahl. Diese erzeugen dann durch Reibung auf ihrer Achse ein unangenehmes Quitschen. 
Das Fetten oder Ölen der Achse verspricht nur geringen und kurzen Erfolg. Auch die richtige Riemenspannung läßt die Rollen bei höherer Gewichtsbelastung oder starkem Einfadern aufheulen. 
Keinesfalls aber sollten die Rollen gänzlich ausgebaut werden !   Lebensgefahr !

Ich habe die Rollen beidseitig auf Maß aufgedreht und Nadellager (12x6x8mm) eingepresst - und das Quitschen ist weg ! Entsprechende Kugellager sollten den gleichen Zweck erfüllen. 

Bei mir waren die 18mm starken Rollen meiner Dicken nach 20.000 km schon von 6mm auf  7mm Innendurchmesser abgenutzt, also das Quitschen oder "Jippen" sich mit jedem Kilometer verschlimmern würde, bis da keine Rollen mehr sind.

Weitere Fragen zwecks Einbau und Hilfe beim Aufdrehen der Rollen beantworte ich gerne im Forum.

Gruß, Detlef

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Tip von Joachim :
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Nachdem ich nach dem Umbau meines Bikes extreme Riemengeräusche hatte, spannte ich den Riemen nochmal nach, richtete ihn auf dem Montagetisch so aus, das er an nur leicht an der Außenseite des hinteren Riemenrades streifte. Danach reinigte ich den Riemen mit einer Zahnbürste und Prilwasser, daß ich dann mit einem Wäschesprüher und frischem Wasser abspritzte. Anschließend waren keinerlei Riemengeräusche mehr zu hören und es hielt länger als nur Silikonspray. Seitdem reinige ich den Riemen alle paar Tausend Kilometer mit der Zahnbürste und Prilwasser. Seitdem bin ich der Meinung, daß nur ein sauberer und richtig gespannter / ausgerichteter Riemen auf Dauer ruhig läuft.

Gruß, Joachim


 
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